Erste Hilfe – abcEtüde 38.39.22. #4

Mit ein paar schnellen Schritten war sie bei der Regentonne. Sie beugte sich über den Rand. Tiefschwarzes Wasser. Es sah eisig aus. Ein paar herbstbunte Blätter, Haare, kleine Fellbüschel, kleine Ästchen. Nichts zu sehen von den drei kleinen Kätzchen, die der dicke rotgesichtige Mann gerade dort hineingeworfen hatte.Starr vor Schreck hatte sie nicht einschreiten können.„Erste Hilfe – abcEtüde 38.39.22. #4“ weiterlesen

Heimkehr – abcEtüde 38.39.22 #3

Dort, wo die Straße endet, der Feldweg beginnt, steht das letzte Haus des Dorfes. Es sieht alt und verwittert aus. In den dreißig Jahre, die Ellen nicht hier war, ist nichts passiert. Nur die Zeit ist vergangen so scheint es und hat viel von dem Haus mitgenommen. Als wäre es kleiner geworden, duckt es sich„Heimkehr – abcEtüde 38.39.22 #3“ weiterlesen

Nach dem Regen – abcEtüde 38.39.22 #2

(Dies ist KEINE Fortsetzung!) Wütend trat er gegen die Regentonne. Die begann zu schwanken und ein riesiger Schwall brackigen stinkenden Regenwassers schwappte zu allen Seiten über den Rand der übervollen Tonne.Ein fetter eisig kalter Schwall traf ihn selbst. Zum Glück nur im Bereich der Knöchel. Das tat zwar seinen – jetzt ehemals – weißen Turnschuhen„Nach dem Regen – abcEtüde 38.39.22 #2“ weiterlesen

Kleine Herbstmelancholie – abcEtüde 38.39.22 #1

Große Tropfen knallten in die blecherne Regentonne und ließen das Wasser aufspritzen. Die Tonne war randvoll. Es regnete seit Tagen immer wieder.Es war längst Herbst geworden. Schnell und empfindlich kalt war er am 1. September eingetreten, als hätte jemand einen Schalter umgelegt.Ich stehe rauchend – was ich mir längst abgewöhnt haben wollte – unter dem„Kleine Herbstmelancholie – abcEtüde 38.39.22 #1“ weiterlesen

Notruf – abcEtüde 36.37.22 #1

Notruf „Können Sie Ihren Namen bitte buchstabieren!“ plärrte die Stimme aus dem Telefon, während Hertha versuchte ihren Brechreiz zu unterdrücken. Mit viel Mühe brachte sie die einzelnen Buchstaben hervor und verfluchte ihren viel zu langen Nachnamen polnischen Ursprungs. Ihr Kopf dröhnte. Das Herz schien zu rasen, während es sich gleichzeitig anfühlte als würde es schwer„Notruf – abcEtüde 36.37.22 #1“ weiterlesen

Amtsansichten – abcEtüde 25.26.22 #1

„Also, weißt du“ sagte Karl während er zum Kopierer ging: „Ich glaub ja nicht an Wiedergeburt, Karma und all den Quatsch, aber der Alte fährt auf jeden Fall zur Hölle, wenn der so weiter macht.“Er knallte den Deckel des Kopierers herunter, drückte auf den Knöpfen herum und ging – während das Gerät losratterte – zurück„Amtsansichten – abcEtüde 25.26.22 #1“ weiterlesen

Kleine Retter – abcEtüde 23.24.22 #2

Egon sah den kleinen Kernel Terrier über den Hauptsteg des Yachtclubs kommen, während er zu seinem Praktikanten gerade sagte:„Besenrein heißt besenrein“ er trat vor die Tür des Schuppens, um den Hund besser beobachten zu können. Er kläffte und wirkte aufgeregt. Egon überlegte, ob er diesen Hund schon mal gesehen hatte, während er weitersprach:„Da fegst du„Kleine Retter – abcEtüde 23.24.22 #2“ weiterlesen

Das letzte Hemd – abcEtüde 23.24.22 #1

Selbstgefällig schlenderte Wilhelm über den Bootssteg seines Yachtclubs. Sein Spiegelbild im stillem Wasser zeigte ihm, dass er mal wieder ein wenig abspecken sollte, aber dafür schmeckte es ihm einfach zu gut. Vor allem nach einem langen Tag auf dem Meer mit der frischen Salzluft in der Nase. Die Yacht gekauft zu haben, war das Beste,„Das letzte Hemd – abcEtüde 23.24.22 #1“ weiterlesen

Sendepause – Extraetüde 22.22 #2

Fortsetzung ACHTUNG: Triggerwarnung! Unfalltod! „Stopp! Stopp! Stopp!“ schreit Lukas über die Trommelschläge des Schlagzeugs hinweg. Die Instrumente verstummen. Alle schauen erwartungsvoll auf Lukas, der mit zornigen Augen den Leadgitarristen anschnauzt:„Du bist viel zu schnell! So wird das nie was!“Julians Augen suchen unauffällig- wie er hofft – die Uhr über der Tür. Doch das Zifferblatt wird„Sendepause – Extraetüde 22.22 #2“ weiterlesen

Eine Besuch im Zoo – Extraetüde #22/22 #1

Oskar stand seit Minuten im Bad und kämmte sein Haar zu einem ordentlichen Scheitel. Seine kleinen, noch kinderspeckigen Finger strichen über den widerspenstigen Wirbel an seiner Stirn, der partout nicht liegen wollte.„Mama!“ rief er zur Tür hinaus: „Kannst du bitte mal kommen!“ und deutlich ist der Zorn in seiner Stimme zu hören. Tränen standen in„Eine Besuch im Zoo – Extraetüde #22/22 #1“ weiterlesen

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