Realitätsfern – abcEtüde 40.41.21 #3

Realitätsfern „Die Realität, meine liebe Judith, ist nichts für uns Geheimkünstler!“ sagte er mit tiefster Überzeugung: „Sehen Sie uns doch an! Passen wir etwa in diese Welt? Oder in irgendeine andere?“Er musterte sie vielsagend, während sie Luft holte, um etwas zu antworten. Doch er kam ihr zuvor:„Schweigen Sie und lernen Sie!“ er stand auf, klemmte„Realitätsfern – abcEtüde 40.41.21 #3“ weiterlesen

Frechheit siegt immer – abcEtüde 40.41.21 #2

Frechheit siegt immer Nina zerrte an der Kiste und versuchte dabei möglichst wenig Lärm zu machen. Sie war schwer. Nina schwitzte aus jeder Pore ihres Körpers. Sie keuchte.Hoffentlich hörten die Nachbarn sie nicht. Aber der alte Paulus war ohnehin taub und hatte den Fernseher laut gestellt, so dass die ganze obere Etage vom allsonntäglichen Tatort„Frechheit siegt immer – abcEtüde 40.41.21 #2“ weiterlesen

Erklärungsnot – abcEtüde 40.41.21 #1

Erklärungsnot „Geheimkünstler…“ machte sie: „Was ist das denn für ein sperriges Wort?“Sie sah mich auffordernd an, als müsste ich sofort die ganze Welt und all ihre Zusammenhänge erklären.„Das ist ein Wort wie jedes andere“ begann ich vorsichtig, mich selbst an die Sache herantastend: „Ich finde es ist ein sehr schönes Wort…wie zum Beispiel:…“ ich überlegte:„Erklärungsnot – abcEtüde 40.41.21 #1“ weiterlesen

Flammenmeer – abcEtüde 38.39.21 #2

Triggerwarung [ACHTUNG: Triggerwarnung: Dieser Text enthält Szenen psychischer Gewalt (Stalking), die belastend sein können und/oder Flashbacks auslösen oder Erinnerungen freisetzen. Bitte lesen Sie diesen Text nicht, wenn Sie fürchten müssen, getriggert zu werden!.] Flammenmeer Die Asche ihrer Zigarette fällt auf den Teppich. Sie schaut hinunter. Sie schwitzt, das strähnige Haar klebt ihr an der Stirn.„Flammenmeer – abcEtüde 38.39.21 #2“ weiterlesen

Geheimnisse – abcEtüde 38.39.21 #1

Anläßlich des heutigen Tages konnte ich mir nicht verkneifen, meine Etüde ganz im Zeichen dieser für uns alle bedeutsamen Wahl zu stellen: Geheimnisse Die letzten Sonnenstrahlen des späten September leuchteten die Domspitzen aus, während ich seit circa einer Stunde an einem Tisch in meinem Lieblingskaffee saß, den Leuten zusah wie sie zum Wahllokal und zurückschlenderten.„Geheimnisse – abcEtüde 38.39.21 #1“ weiterlesen

Trostlos – abcEtüde 36.37.21

M/ein Versuch sich einzufühlen, in eine Situation, die viele Menschen um alles gebracht hat – zu viele auch um ihr Leben. Gewidmet den Menschen im Ahrtal. Triggerwarung [ACHTUNG: Triggerwarnung: Dieser Text enthält Szenen, die emotional belastend sein können und/oder Flashbacks auslösen oder Erinnerungen freisetzen. Bitte lesen Sie diesen Text nicht, wenn Sie fürchten müssen, getriggert„Trostlos – abcEtüde 36.37.21“ weiterlesen

Etüdensommerpausenintermezzo – Wellengang

Wellengang Wie ich es mir vorstelle: Noch bevor die Vögel des Geisterwaldes zu ihrem allmorgendlichen Konzert anstimmten, waren wir losgegangen. Hatten die Stille genossen. Die letzten verhuschten Glühwürmchen bewundert. Dem langsamen Erwachen des Tages zugeschaut. Genossen, so ziemlich allein zu sein.Alle Gedanken vergingen. Nur noch das Leben, das Rauschen des Waldes und das leichte Tosen„Etüdensommerpausenintermezzo – Wellengang“ weiterlesen

Etüdensommerpausenintermezzo – Luisa

Luisa trat in die Pedale.Der Wind wehte durch ihr Haar, das ganz verschwitzt war von der langen Fahrt, und im Nacken klebte. Zweiunddreißig Kilometer waren wohl doch ein wenig zu viel für einen untrainierten Menschen wie sie. Da hatte sie sich mal wieder ein schönes Eigentor geschossen.Doch nun war es zu spät, um umzukehren.Sie würde„Etüdensommerpausenintermezzo – Luisa“ weiterlesen

Eine Strandgeschichte – abcEtüde 25.26.21 #2

Eine Strandgeschichte „Gib mir doch mal noch eine Praline!“ sagte Claudia und streckte erwartungsvoll die Hand aus.Sie lag auf ihrem Liegestuhl in der Sonne und genoss die kühle Brise, die vom Meer her über ihre erhitzte Haut wehte. Unter dem Strohhut hatte sie die Augen geschlossen und wartete.Sie hörte Laura in der Strandtasche kramen.Sie waren„Eine Strandgeschichte – abcEtüde 25.26.21 #2“ weiterlesen

Schwerwiegende Argumente – abcEtüde 25.26.21 #1

Schwerwiegende Argumente Sabine schob sich genüsslich die Praline in den Mund. Den verächtlichen Blick von Holger hatte sie sehr wohl bemerkt, aber sie beschloss ihn zu ignorieren. Noch!Also tat sie weiter so als würde sie der Dokumentation über Riesenameisen mit großem Interesse folgen. Sie wartete. Lauerte wie eine Schlange auf ihre Beute, um entscheidenden Moment„Schwerwiegende Argumente – abcEtüde 25.26.21 #1“ weiterlesen

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