Vergessen #4

Das Vernehmungszimmer sah genauso aus wie Lucinda es aus dem Fernsehen kannte. Kahl, kalt, mit dem obligatorischen Spiegel gegenüber. Einer Kamera in jeder Ecke. Winzige Mikrofone, die aus der Mitte des Tisches ragten wie kleine Insektenaugen. Der Tisch war glatt. Die Stühle hölzern. Zwei auf jeder Seite. Die Neonröhre über dem Tisch surrte leicht. Kaum„Vergessen #4“ weiterlesen

Vergessen #3

Lucinda verbrachte das Wochenende mit langen Spaziergängen. Telefonierte mit einer Freundin. Las viel. Vergaß fast, was geschehen war und hatte schon am Freitagabend beschlossen, nun doch endlich wieder zur Arbeit zu gehen. Am Montag nahm sie einen anderen Weg zum Bus als sonst. Dieser war zwar ein wenig länger, aber das Wetter war so schön„Vergessen #3“ weiterlesen

Vergessen #2

„Vergessen“ ist ein Krimi, den ich im Rahmen der abcEtüden angefangen habe und verschiedene Fortsetzungen veröffentlicht hatte, die ich hier – in Vorbereitng auf eine Fortsetzung – noch einmal zusammenfassen möchte: Der Mann war tot. Lucinda sah sich panisch um. Kein Mensch. Nirgends. Die Dämmerung wollte gerade zur Dunkelheit werden. Sie hatte Angst. Kälte hielt„Vergessen #2“ weiterlesen

Zugfahrt #6

Sira spürte eine unendliche Erleichterung, nachdem sie diese ersten beiden Sätze geschrieben hatte. Es musste einfach raus. Sie fühlte es bis in den letzten Winkel ihrer Seele. Mit Feuereifer schrieb sie weiter:    Alles begann vor langer Zeit. Ich habe die Zeichen übersehen, weil ich nicht wusste, was sie bedeuten. Es ist unmöglich, mit einem„Zugfahrt #6“ weiterlesen

Zugfahrt #5

Kurze Zeit später saß Sira wieder im Zug nach Stralsund. Fast schien es ihr wie ein Déjà vu, weil die Fahrt jetzt noch einmal startete. Allerdings war der Zug deutlich stärker gefüllt. Ein paar wenige Gesichter erkannte sie von gestern Abend wieder. Da sie aber Gespräche vermieden hatte, achtete niemand besonders auf sie als sie„Zugfahrt #5“ weiterlesen

Zugfahrt #4

Sira nahm ihre Tasche aus dem Gepäckfach, wischte sich den Schlaf aus den Augen und sah den anderen Reisenden hinterher, die alle – offensichtlich froh, herauszukommen – in Richtung der Türen drängten. Bedächtig zog sie ihre Jacke an. Sie hatte so gar keine Lust auf ein Hotel. Wahrscheinlich irgendeine billige Absteige oder ein Ibis mit„Zugfahrt #4“ weiterlesen

Zugfahrt #3

Der Zug stand jetzt schon seit fast zwei Stunden auf freier Strecke. Die erste Aufregung hatte sich gelegt. Irgendwann waren die meisten Fahrgäste auf ihre Plätze zurückgekehrt. Aus den Gesprächsfetzen baute sich Sira ihre Informationen zusammen: der Zug war mit einem Fahrzeug kollidiert, das auf den Schienen gestanden hatte. Die Lok war beschädigt. Es hatte„Zugfahrt #3“ weiterlesen

abcEtüde 39-40-20: #3. Winterschlaf

Sie sah aus dem Fenster. Draußen lag Schnee. Viel Schnee. Überall Schnee. Im Halbdunkel der Dämmerung schien er fast silbrig. Überrascht starrte sie hinaus. Sie hatte geschlafen, aber doch nicht so lange. Was war passiert? Warum lag überall Schnee? Es war doch immer noch August. Oder? Sie rannte fast ins Wohnzimmer. Schaltete den Fernseher ein.„abcEtüde 39-40-20: #3. Winterschlaf“ weiterlesen

Emma und das Meer

Emma war verblüfft über die Weiten des Meeres, sie hätte nie gedacht, dass man sich so darin verlieren könnte. Max hatte immer wieder davon geschwärmt und sie hatte nur ein Lächeln für ihn gehabt. Seine Euphorie war ansteckend gewesen. Seine funkelnden Augen, wenn er davon sprach, glitzerten blaugrün in der Sonne und sie war sehr„Emma und das Meer“ weiterlesen

Zugfahrt #2

5 Plötzlich bremste der Zug stark ab. Wurde zunehmend langsamer. Blieb gänzlich stehen. Sira sah sich um: freie Strecke, flaches Land, keine Anhaltspunkte. Sie war so sehr in ihre Gedanken versunken gewesen, dass sie keinerlei Orientierung hatte, wo sie sich befinden könnten. Auf der anderen Seite verbargen Baumreihen den Blick ins Land. Sira suchte nach„Zugfahrt #2“ weiterlesen

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