Nachtgedanken

Dunkelheit umfängt mich. Mit ihr die Stille. Einträchtig wie Geschwister kehren sie zusammen ein. Nehmen mich in ihre Mitte und tragen mich. Es ist keine Woge, hochtragend und aufbrausend. Eher ein sanftes Dahingleiten. Schaukeln an der Oberfläche. Nur manchmal sackt der Kopf schwer nach hinten. Taucht unter. Alles wird schwarz. Der Atem stockt. Kurz und„Nachtgedanken“ weiterlesen

Montagsstarter 19.20

Auf der Seite von antetanni habe ich das Mitmachprojekt „Montagsstarter“ entdeckt und finde die Idee sehr witzig. Leider bin ich noch sehr frisch auf wordpress und weiß deshalb nicht, wie man die Macherin des Projekts hier ordentlich verlinkt, aber ich möchte mich gern beteiligen. Deshalb ist hier heute das 1. Mal ein Montagsstarter von mir:„Montagsstarter 19.20“ weiterlesen

abc Etüden 19/20.20: Die Trennung

Die Tür ganz sanft ins Schloss ziehend, verließ Marlen die Wohnung, die ihre gemeinsame hätte werden können. Doch das war dann wohl jetzt vorbei. Fast schämte sie sich wie großspurig sie noch vor wenigen Wochen ihren Freundinnen von Tom erzählt hatte. Er sei der – genau DER! eine, auf den sie immer gewartet hatte. Mit„abc Etüden 19/20.20: Die Trennung“ weiterlesen

Versinken

Ich sinke. Ich sinke und ertrinke.* Eine Liedzeile, die mir seit Tagen im Kopf herum geht. Ich höre Tamara Danz singen. Ihre Leidenschaft in jedem Wort. Asyl im Paradies möchte sie und das passt so gut zu meiner Situation. Das Paradies ist diese – wenn auch unfreiwillige – Auszeit, die mir fast wie ein Geschenk„Versinken“ weiterlesen

Wortlos

Gedanken fallen lose in mein Hirn. Wortfetzen. Einzelworte. Lassen sich zu keinem Gedankengang verweben. Wollen allein bleiben. Für sich. Jedes für sich allein betrachtet als sei die Erfindung von Sätzen vollkommen überflüssig. Nahezu absurd. Schlimm. Schlimme Worte. Schlecht für die Seele. Das Seelenwohl, das niemandem am Herzen liegt. Zu nah. Alles.

Stille

Still. Nur das Rauschen in den Ohren. Wer hat schon noch eine Uhr an der Wand, die ticken könnte…Irgendwo im Haus fällt etwas zu Boden. Sonst bleibt alles still. Eine weiße klare Stille, die nicht schmerzt in den Ohren; aber auch nicht im Herzen. Sie umhüllt mich weich. Macht mich wohlig träge, fast müde, obwohl„Stille“ weiterlesen

Die Flucht

„Roman ohne U“ Judith W. TaschlerSeite 88 2. Absatz:“Ich träumte vom Kriegsende und davon, nach Kriegsende die Matura zu machen.“ Ein Beitrag zur Schreibarena von lyrikfeder https://lyrikfeder.wordpress.com/ Ich träumte vom Kriegsende und davon, nach Kriegsende die Matura zu machen. Doch allzuviel Zeit blieb mir nicht für meine Träume. Ich musste weiterrennen. Immer weiter. Überall schlugen„Die Flucht“ weiterlesen

abc Etüde: Woche 17./18.20

Ein 1. Versuch / 3 Begriffe in maximal 300 Wörtern Die Begriffe lauten: Teppich, gläsern, flattern Vertrauen „Jetzt bleib doch mal auf dem Teppich!“ schrie er sie an: „Ich hab es doch nicht in der Zeitung veröffentlicht!“ Er sah sie an. Seine Augen waren voller Wut. Seine Halsschlagader pumpte wild. Alles an ihm stand unter„abc Etüde: Woche 17./18.20“ weiterlesen

Zeit-Los

Es ist nicht leicht, sich nicht zu verzetteln. In diesen Tagen, die scheinbar unendlich Zeit haben. Doch die Furcht, sie könne nicht reichen sitzt tief. Ist Gewohnheit. Antrainiert. Lässt sich – wie ein Laster – nicht ablegen. Ich bräuchte Entwöhnung wie vom Rauchen, von dem ich am Anfang dieser „Aus!“-Zeit glaubte, es bis zu deren„Zeit-Los“ weiterlesen

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