Grausamkeit – abcEtüde 03.04.22 #1

Grausamkeit Man konnte die Spannung im Raum knistern hören.. Sie wurde nahezu unerträglich. Doch Samira sprach unverdrossen weiter. Immer wieder drückte sie den Knopf der Fernbedienung für den Beamer. Jedes Mal tauchte ein neues Bild auf der Leinwand auf. Einige zuckten bei den immer neuen Tatortfotos zusammen. Jemand verließ eilig das Zimmer, die Hand vor„Grausamkeit – abcEtüde 03.04.22 #1“ weiterlesen

Verflixt – abcEtüde 01.02.22 #2

„Verflixt und zugenäht!“ fluche ich. „Du kannst nähen?“ fragte Carola mich. Sie steht hinter mir und schaut mir grinsend zu wie ich versuche, die Jacke, die ich eben aus ihrer schicken Hülle zog, wieder so zusammen zu legen, dass sie wieder ihre Verpackung passt. „Nein! Kann ich nicht“ antworte ich, um Fassung bemüht: „Du?“ „Nö“„Verflixt – abcEtüde 01.02.22 #2“ weiterlesen

Schichtende – abcEtüden 01.02.22 #1

Julia eilte durch den Gang. Ihr war unendlich warm. Die Schutzkleidung schien ihr tonnenschwer. Sie zwang sich nicht darüber nachzudenken. Gleich hatte sie Schichtende – ein Hoffnungsschimmer nach 24 Stunden im Dienst, der eigentlich verboten war, aber sie hatte ja auch „nur“ Bereitschaft, da es aber einen Ruheraum gab…Sie hörte das Schrillen der Alarmglocke. Ein„Schichtende – abcEtüden 01.02.22 #1“ weiterlesen

Das Interview – abcEtüde 46.47.21 #2

Das Interview „Sind eigentlich alle deine Geschichten biografischer Natur?“ fragte die junge Journalistin, während sie auf ihr Mikrofon starrte und zu ergründen versuchte, ob es denn auch eingeschaltet sein. Dann griff sie mit der linken Hand an einen Knopf am Mikro, drückte ihn und erzeugte eine schrecklich laut fiepsende Rückkopplung, ließ vor Schreck die Karteikarten„Das Interview – abcEtüde 46.47.21 #2“ weiterlesen

Statt der Liebe – abcEtüde 46.47.21 #1

Statt der Liebe „Ich kann mich nicht erinnern, jemals gern in einem Museum gewesen zu sein“ sagte Katharina trotzig, während sie das riesige beeindruckende Gebäude betrachtete.„Dieses hier wird dir gefallen!“ behauptete Manuel und wollte nach ihrer Hand greifen, doch sie steckte sie demonstrativ in die Tasche und senkte den Kopf.„Du kannst doch einfach allein gehen“„Statt der Liebe – abcEtüde 46.47.21 #1“ weiterlesen

Terzia – abcEtüde 44.45.21 #2 Fortsetzung

Terzia Als Terzias Mutter das Kinderzimmer betrat, staunte sie nicht schlecht: Terzia hatte den Kürbis im Arm, den sie am Abend zuvor gebastelt hatten und schlief selig vor sich hin. Verwundert schüttelte Renate den Kopf. Sanft weckte sie ihre Tochter.Die erwachte als hätte sie nur darauf gewartet und sprach:„Welcher Tag ist heute?“„Heute ist Samstag, mein„Terzia – abcEtüde 44.45.21 #2 Fortsetzung“ weiterlesen

Wutz – abcEtüde 44.45.21.#1

Wutz Terzia erwachte.Etwas kitzelte ihren Fuß. Terzia war sehr kitzelig.Sie blinzelte in die Dunkelheit. Das helle Mondlicht reichte kaum, um Schemen zu erkennen. Doch am Fußende ihres Bettes leuchtete ein schwaches gelbliches Licht.Terzia rieb sich die Augen.Sie traute ihren Augen nicht:Am Fußende ihres Bettes hockte der Kürbis, den sie am Vorabend selbst mit ihrer Mutter„Wutz – abcEtüde 44.45.21.#1“ weiterlesen

Amtswege – abcEtüde 42.43.21 #2

Amtswege Nervös strich er sich über die schwitznasse Halbglatze und starrte abwechselnd auf die rotleuchtende Nummer auf der Anzeigetafel und den kleinen blauen Zettel in seiner Hand. Es würde wohl noch eine Stunde dauern. Es zermürbte ihn, hier zu sitzen, zwischen all den Verzweifelten, zu denen er niemals gedacht hätte, jemals gehören zu müssen. Er„Amtswege – abcEtüde 42.43.21 #2“ weiterlesen

Nur ein Möbel – abcEtüde 42.43.21 #1

Nur ein Möbel „Orrr Mama!“ rief Luisa, so laut, dass es in der ganzen Abteilung des Möbelhauses zu hören war: „Das ist so total Biedermeier. Das will doch keiner!“ Dabei sah sie die Biedermeier Chaiselongue so verächtlich an als würde sie riechen. Karin sah sie traurig an. Doch dann straffte sie die Schultern und sagte:„Das„Nur ein Möbel – abcEtüde 42.43.21 #1“ weiterlesen

Realitätsfern – abcEtüde 40.41.21 #3

Realitätsfern „Die Realität, meine liebe Judith, ist nichts für uns Geheimkünstler!“ sagte er mit tiefster Überzeugung: „Sehen Sie uns doch an! Passen wir etwa in diese Welt? Oder in irgendeine andere?“Er musterte sie vielsagend, während sie Luft holte, um etwas zu antworten. Doch er kam ihr zuvor:„Schweigen Sie und lernen Sie!“ er stand auf, klemmte„Realitätsfern – abcEtüde 40.41.21 #3“ weiterlesen

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