Sonntags Top 7 #06/22

Heute nehme ich mir doch sehr gern wieder einmal Zeit für einen Wochenrückblick alá antetanni:

Sonntags Top 7  06   22

  1. Lesen=Hörbuchen | „Am Ende die Hoffnung“ „Eine Familie in Deutschland“ war fesselnd. Ich weiß nicht, wie viele Bücher über das Kriegsgeschehen wir schon gehört haben und doch ist es jedesmal wieder spannend. Die Jüdin, die keine mehr sein will und Juden verrät, dafür zehn Jahre Arbeitslager bekommt, neben dem SS-Lagerführer der einfach wieder bei VW arbeiten darf nebeneinander gestellt und zwischendrin die, die den ganzen Horror mit viel Glück überlebt haben und Gerechtigkeit wollen. Schon aufwühlend.
    Nun suchen wir wieder einen Mörder mit „Gefrorenes Herz“. Da bin ich noch am Anfang. Solchem, bei dem man erst einmal noch gar keine Zusammenhänge herstellt. Dementsprechend unschlüssig bin ich auch noch in der Bewertung.
  2. Musik | Kennt ihr die Stelle in „Ziemlich beste Freunde“ wo Driss klassische Musik mit der Warteschleifenmusik vom Jobcenter assoziiert? So ungefähr geht es mir mit Musik seit Corona: die einzige Musik, die ich wahrnehme, ist die von der Werbung und die ist nicht so doll.
  3. Flimmerkiste | Ich kann gar nicht so viel wegschalten wie Olympia im Fernsehen läuft und ich es unmöglich finde, dass das nicht alle boykottiert haben. Nun ja.
    Dafür gab es in den letzten zwei Wochen (letzte Woche schrieb ich ja nicht mit) einige durchaus sehenswerte Filme, deren Titel ich allesamt vergessen habe.
    Sportschau einschließlich des Highlights, dass auch der Kommentator Freude an der Niederlage der Bayern gestern hatte.
  4. Erlebnis | Letztes Wochenende besuchte mich eine alte Freundin, die inzwischen seit Jahren in Grevenbroich wohnt, was nicht gleich um die Ecke ist. Plötzlich war sie da und bat um Begegnung. Wunderbar. Leider hinterlassen solche Kurzbesuche nach Jahren immer ein komisches Gefühl zurück. Zu kurz, um wirklich anzuknüpfen und doch schön.
    Und dann die OP beider Katzen. Morgens abliefern. Viel Fahrerei. Viel Warten. Ungewissheit. Das Abholen. Sie taumeln zu sehen und der Versuch sie vom Hüpfen und Springen abzuhalten, was uns nur mäßig – ehrlicher Weise: eigentlich gar nicht  – gelang. Aber inzwischen steht fest: sie haben es beide überstanden. Freitag noch Fäden ziehen und dann hoffentlich nie wieder Stress mit Rollikeiten und wilden Pinkelattacken.
    Gerade eben haben wir wieder einen „alten“ Freund verabschiedet, der nach Jahren endlich mal wieder da war – immerhin hat er unser Hochzeitsauto gefahren -. Lebt seit zwei Jahren in Bonn und hatte sich ewig nicht gemeldet. Erst zum Jahreswechsel hatten wir mal wieder kontakt und nun wollen wir diesen auch aufrecht erhalten. Mal schauen wie gut uns das gelingt.
  5. Genuss | Viele leckere Sachen, die sich immer auf die Hüften legen. Fürchterlich.
  6. Web-Fundstücke | keine
  7. Hobbys | Nachdem ich begriffen habe, dass nicht die Technik die Fotos macht und ich einfach bei normalem Arbeitsbetrieb nun mal keine Zeit habe, mich intensiv mit Fotografie zu beschäftigen, habe ich einige – meiner Meinung nach – coole Fotos (dazu später vielleicht noch ein Beitrag)machen können. Ich bin halt kein Profi.
    Bei den abcEtüden wird in diesen Wochen nach meiner Wortspende geschrieben und gedichtet und das freut mich sehr.

Veröffentlicht von Kain Schreiber

Gedanken. Geschichten. Bilder.

3 Kommentare zu „Sonntags Top 7 #06/22

  1. Ein feiner Wochenrückblick, liebe Kain. Das mit den alten Freundschaften ging mir eben, noch bevor ich deine ST7 gelesen habe, durch den Kopf. Ich betrachte das Leben ja gerne wie ein großes Autobahnnetz. Man fährt lange nebeneinander her und teilt sich die Fahrbahn (respektive das Leben/die Zeit), es biegt einer ab, es kommt jemand dazu, manchmal trifft man sich am nächsten oder übernächsten Kreuz wieder usw. Das ist das Leben. Und ja, manche Kontakte lassen sich wiederbeleben, manchmal fehlen aber einfach auch Anknüpfungspunkte und dann ist es fein, dass man sich mal wieder gesehen hat und dann ist es auch gut. Vielleicht trifft man sich irgendwann (an einer Autobahnraststätte, um in meinem Bild zu bleiben) wieder, vielleicht fährt man auch in entgegengesetzte Richtungen.

    Das war mir natürlich beim Anschauen des aus Bayern-Sicht mehr als unterirdischen Fußballspiels schon klar, dass nicht nur du deine Freude daran hattest. Wir saßen etwas irritiert und fassungslos vor dem TV. Ich wurde abends gleich nochmals „bedient“, denn in Leverkusen lief es ja nicht besser für mich. Hach, wie gut, dass ich mich zwar mächtig ärgere, wenn „grottig“ gekickt wird, es aber insgesamt nicht ganz so ernst nehme, ob jetzt Sieg oder Niederlage. Wie ich ja schon oft schrieb, ich gucke Fußball des Fußballs wegen und freue mich, wenn ein Spiel spannend ist und gut gekämpft wird. So konnte ich der Bochumer Leidenschaft viel Gutes abgewinnen, auch wenn sie viel Leiden für die Bayern geschafft hat. 😉

    Bei der Olympiade bin ich zwiegespalten. Es ist ein Trauerspiel für die Athletinnen und Athleten, dass sie sich auf dieser Bühne präsentieren „müssen“. Ein Boykott wäre zwar moralisch, politisch, wie auch immer wünschenswert, aber Sportlerinnen und Sportler haben nun einmal kein unendliches Zeitfenster für ihren Sport und sie müssen auch nicht zwingend Botschafter der politischen Korrektheit sein. Eine Olympiateilnahme passiert einem vielleicht nur einmal im Leben, das ist schon was Großes im Sport. Ach, ich weiß auch nicht, ich bin hin und her gerissen, was jetzt richtig oder falsch ist. Es gehört aber egal wie endlich mal gründlich durch das korrupte IOC gekehrt.

    Hab einen schönen Abend, viele Grüße

    Anni

    Gefällt 1 Person

    1. ja. das Spiel war einfach doch auch ein bißchen super – Bochum war einfach wirklich gut.
      und ich werde Quatar genauso bestreiken, obwohl ich super gerne internationale Wettbewerbe liebe, wie ich Olympia nicht gucke. Es ist in jeder Hinsicht falsch, solche Wettbewerbe zuzulassen. finde ich. obwohl mir gerade im Bezug auf Olympia die Sportler_innen leid tun.
      Es ist eine Krux.

      Gefällt mir

      1. Da stimme ich dir voll und ganz zu, solche Wettbewerbe sollten gar erst nicht an solchen Orten/in diesen Regimen stattfinden dürfen, dann stünden auch die jungen Sportlerinnen und Sportler nicht unter diesem moralischen und politischen Druck. Es ist feige von Seiten der Regierungen, dass sie keinen Druck auf das IOC ausüben. Katar finde ich auch mehr als fragwürdig.

        Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle deine Website mit WordPress.com
Jetzt starten
%d Bloggern gefällt das: