Lose Fäden

Das rotweiße Flatterband knattert im Wind. Die Morgensonne scheint rotgolden hindurch. Hier und da verfängt es sich in der Hecke. Die Türme und Klettergerüste schauen griesgrämig aus dem Sand, in dem noch Papierreste liegen. Seit Tagen an der gleichen Stelle. Unbewegt.
Stille.
Dabei zwitschern überall Vögel. Krähen hüpfen über den Rasen. Stare picken im Gras. Ein Grünspecht lacht irgendwo vom Baum. Der hiesige Hase nutzt den Zeitraum zwischen den Gassigängern. Nur ganz von weit her dringt das Geräusch fahrender Autos. Fast schon vergessen.
Der Himmel so blau wie nie.
Die Nacht war voller Sterne.
Stillstand.
Und doch bewegt sich so viel.
In den Köpfen. So viel Nachdenken über die Zeit, das die Zeit sich schon fürchtet, gefunden zu werden. Wozu?
Die bisher nie genug davon hatten, können nun mit dem Überfluss kaum umgehen. Fürchten sich. Fragen sich. Suchen sich. Finden nichts. Sind ratlos und sehnen sich. Zurück. Oder ans Meer. Alles. Nur nicht DAS! Als könnten wir es aussuchen.

Veröffentlicht von Kain Schreiber

Gedanken. Geschichten. Bilder.

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